Ingolstadt im 21. Jahrhundert

Ingolstadt

Ingolstadt hat sich für das 21. Jahrhundert hohe Ziele gesetzt. Die Stadt an der Donau möchte zukunftsorientiert wachsen und dabei viele Lebensbereiche sowie Institutionen, Unternehmen und Bürger an dem Projekt beteiligen.

Zukunftsorientierte Stadtentwicklung

Ingolstadt hat vielen Problemen, vor die uns unsere Zeit immer wieder stellt, ins Auge geschaut: Einen hohen Stellenwert nimmt dabei das ökologische System ein, denn die drohende Klimaveränderung wird auch vor Ingolstadt nicht halt machen. Die Stadt möchte außerdem die Probleme, die Globalisierung und Migration mit sich bringen, zukunftsorientiert lösen, der demographischen Entwicklung mit einer Strategie begegnen und die lokale Wirtschaft stärken. Außerdem sollen die Bürger in hohem Maße in die Agenda mit eingebunden und animiert werden, selbst etwas für die positive Entwicklung ihrer Stadt zu tun.

Netzwerk für die Zukunft

Alle Akteure der Initiative Ingolstadt21 arbeiten wie ein Netzwerk zusammen. Mit vereinten Kräften soll so ein Ingolstadt geschaffen werden, das den ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen, die die Zukunft mit sich bringt, gestärkt und vorausschauend begegnet. Ziel ist dabei stets, nicht nur der jetzigen Generation ein sicheres und ökonomisch stabiles Leben in einer intakten Umwelt zu bieten, sondern alle Entscheidungen auch im Hinblick auf die kommenden Generationen zu fällen: Ist eine Entscheidung, die heute getroffen wird, auch noch in 30, 50 oder 100 Jahren hilfreich? Können wir heute schon ein Ingolstadt erschaffen, das zukünftigen Generationen die gleichen Chancen in einer sich ständig verändernden Welt eröffnet? Die Initiative Ingolstdt21 stellt diese Fragen in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, denn die Verantwortung für ein Ingolstadt der Zukunft liegt immer in den Händen der vorher lebenden Generationen.

Visionen für Ingolstadt

Bereits 2002 beschloss der Ingolstädter Stadtrat die „Visionen für Ingolstadt“, die dann auch bald in Form einer Broschüre der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Bald darauf stellte der Freistaat Bayern die Agenda Ingolstadt21 in Johannesburg auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung vor. Die Initiative Ingolstadt21 wurde 2003 ins Leben gerufen und bis 2005 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz als Modellprojekt des Freistaats Bayern gefördert. Der große Bekanntheitsgrad der Initiative Ingolstadt21 wundert nicht, ist Ingolstadt doch weltweit eine der ersten Gemeinden, die durch eine ganzheitliche lokale Nachhaltigkeitsstrategie die Zukunftsgestaltung in die Hand nimmt und dabei vor allem auch die Bürger in großer zahl beteiligt.

Projekt Ingolstadt21

Das Projekt Ingolstadt21 stößt vor allem unter den Bürgern der Stadt auf großes Entgegenkommen und Engagement. Sehr einladend sind dabei die jährlichen Themenschwerpunkte. Zu dem jeweils aktuellen Thema finden das ganze Jahr über Veranstaltungen, Vorträge oder Bürgertage statt. Die Schwerpunktthemen helfen den Bürgern, das Interesse und Engagement in der Initiative Ingolstadt21 aufrechtzuerhalten und außerdem bieten sie den örtlichen Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit, mit Sonderveranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen, Besucher anzuziehen und allgemein attraktiver zu werden. Natürlich tragen die Veranstaltungen auch zu einem breiten Freizeitangebot bei, was wiederum den Lebendstandard der Stadt positiv beeinflusst.

Agendaforen zu Bauen, Wohnen und Umwelt

Die Agenda 21 besteht aus vier Agendaforen, denen verschiedene Arbeitskreise zugeordnet werden. Das erste Agendaforum beschäftigt sich mit den bürgernahen Themen Wohnen, Ernährung und Freizeit. Drei Arbeitskreise gehören zu diesem Forum: Der Arbeitskreis „Energie- und umweltbewusstes Bauen und Wohnen“ wird vom Umweltreferat geleitet. Die Arbeitskreise „Regionalprodukte und umweltbewusste Ernährung“ sowie „Verkehr“ betreut F.U.Z.I., das Ingolstädter Umweltzentrum. Besonders an den beiden ersten Arbeitskreisen wird die Ganzheitlichkeit der Initiative deutlich, die sowohl den Bürgern, als auch der Umwelt zu Gute kommt.

Im zweiten Agendaforum, in dem es im Wirtschaft, Arbeit und Umwelt geht, gibt es den vom Umweltinstitut betreuten Arbeitskreis „Umweltschutz und Umweltvorsorge im Betrieb – Öko-Audit“. Das dritte Agendaforum beschäftigt sich mit Umweltbildung und -erziehung. Die Volkshochschule leitet hier den Arbeitskreis „Erwachsenenbildung“. Der Arbeitskreis „Vorschulerziehung“ sowie die Arbeitsgruppe „Waldkindergarten“ wird von F.U.Z.I. betreut und der Arbeitskreis „Schule – Agenda 21“ vom Umweltbeauftragten der Schulen.

Schließlich gibt es noch das vierte Agendaforum zu den Themen Naturschutz und Landschaftspflege. Das Umweltreferat leitet hier die Arbeitskreise „Natur- und Artenschutz“ sowie „Landschaftspflege und –entwicklung“. Die Themenwahl der Agendaforen und Arbeitskreise macht sehr deutlich, wie sehr Ingolstadt um einen hohen Lebensstandard in einer intakten Umwelt bemüht ist.


Schutzgerüst